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Gartentipp November 2011
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Wohin mit dem vielen Laub - Spezialkomposte aus Laub, Mist und Stroh
Neben den vielen bunten Blättern fallen jetzt im Garten Erntereste, Äste vom Schnitt mancher Gehölze sowie Kraut von Stauden- und Einjahresblumen an. Es stehen damit aber meist mehr organische Substanzen im Garten bereit, als zur Abdeckung von Gemüse- und Staudenbeeten sowie zum Mulchen unter Gehölzen und Sträuchern benötigt werden. Um die Menge an anfallender organischer Substanz nicht unnötig zu vergrößern, ist es wichtig zu wissen, dass ein Großsaubermachen im Garten gar nicht den Erfordernissen der Natur entspricht. Sinnvoll ist es nur, das Laub von Wegen, Rasen und Hofflächen zu harken.
Für das verbleibende Material ist der Spätherbst eine gute Zeit, Komposthaufen aufzuschichten; auch Spezialkomposte mit nicht verwendetem Mist oder Pflanzenjauchen lassen sich jetzt gut aufsetzen.
Zum Laubkompost sollte man nicht nur die Blätter einer Art, z.B. die der Eiche, nehmen, sondern alle verschiedenen Arten, die anfallen. Besonders empfehlenswert ist das kalkhaltige Buchenlaub und das mineralstoffreiche Birkenlaub.
Das Laub wird zuerst gut gemischt und, wenn es trocken ist, angefeuchtet. Falls vorhanden, wird frisches Grünzeug, z.B. Brennnesseln oder Rasenschnitt, dazugemengt. Zwischen 20 cm starke Laubschichten werden etwas Komposterde, bodenverbessernde Materialien wie Gesteinsmehle und, wenn verfügbar, etwas Mist gestreut. Bis zum Frühjahr ist die Mischung stark zusammengefallen und wird umgesetzt. Einige Monate später findet sie im Garten bereits Verwendung. Es ist dann eine dunkle, humusreiche Erde entstanden. Laubkompost, der ohne Kalk angesetzt wurde, eignet sich hervorragend für Rhododendren und Azaleen, die einen sauren, kalkarmen Boden wünschen.
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Im Spätherbst stehen im Garten zahlreiche organische Materialien zur Verfügung, die sich gut kompostieren lassen. Bild: Peter Busch
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Mistkompost ergibt einen nährstoffreichen Dünger für Gemüsebeete und Zierpflanzen. Verwendet werden können alle Mistarten, einzeln für sich oder gemischt. Abwechselnd schichtet man eine Lage Erde und eine Lage Mist aufeinander. Je strohiger der Mist, desto dicker können die Schichten sein (15 cm), je flüssiger, desto dünner (5 cm). Kalk wird nicht dazwischen gegeben, da sonst ein nicht unerheblicher Teil des Stickstoffes als Gas in die Luft entweicht. Bei Trockenheit ist der Kompost immer anzufeuchten; nach drei Monaten wird er umgesetzt und ist nach einem halben Jahr gebrauchsfertig.
Strohkompost ist stark kieselhaltig und gibt allen anfälligen Pflanzen, wie Erdbeeren, Möhren und Rosen, einen vorbeugenden Schutz gegen Pilzkrankheiten. Zwei, drei Strohballen werden eng nebeneinander auf den Boden gelegt. Mit einem Stock steckt man ein Dutzend Löcher in jeden Ballen. Hierhinein gießt man Brennnesseljauche oder andere stickstoffhaltige Jauchen, z.B. tierischen Ursprungs, pro Ballen 10 l. Anschließend wird das Stroh von außen gut gewässert und mit einer Laubschicht oder Folie abgedeckt, aber so, dass von unten noch gut Luft an die Ballen kommt. Bei Bedarf sind die Ballen anzufeuchten; nach neun Monaten ist der Kompost fertig. Peter Busch